Unsere Demokratie ist ein Relikt des 18. Jahrhunderts

Kampagnen-Berater Yussi Pick beschreibt, wie Onlinekommunikation das Zusammenspiel zwischen Bürgern, Medien und Politik verändert

Politik | Rezension: Michel Reimon | aus FALTER 30/13 vom 24.07.2013

Es gibt schon zu viele Bücher über soziale Netzwerke. Das liegt wohl daran, dass jeder, der vor fünf Jahren über Suchmaschinenoptimierung geschrieben hat, sich jetzt zum Social-Media-Experten erklärt. Das meiste davon ist für den digitalen Mistkübel.

"Das Echo-Prinzip" von Yussi Pick, der eigentlich Carl heißt, unterscheidet sich davon wohltuend: Er schreibt nicht über Tricks fürs Selbstmarketing, sondern über politische Kommunikation als Prozess. Pick hat die Organisation von politischen Onlinekampagnen in Washington, D.C., gelernt und bringt daher ein paar Jahre Vorsprung in den deutschsprachigen Raum mit. Die Obama-Kampagne von 2008 gilt ja als Meilenstein in dieser Hinsicht.

Das findet man natürlich auch in Büchern amerikanischer Autoren, aber Pick betreibt inzwischen eine Agentur in Wien und passt die amerikanischen Lehren an Österreich an. Wie Studierende bei einem Protest an einer US-Uni agiert haben, mag theoretisch interessant sein; wie sie bei der Unibrennt-Bewegung


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