Nachrichten aus dem Inneren

Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 31/13 vom 31.07.2013

Die Redaktion erklärt sich selbst

An der Kreuzung von Salzgries und Vorlaufstraße hat irgendjemand einen ordentlichen Batzen Stahlbeton hingesetzt. Ob es sich dabei um eine städtische oder staatliche Konjunkturanschubmaßnahme handelt, um einen terroristischen Akt oder um menschliches Versagen, konnte so kurz vor Redaktionsschluss nicht mehr recherchiert werden. Tatsache ist, dass der Stahlbetonbatzen mittlerweile a) ziemlich hart und b) offenbar im Weg ist, wie die ganze Redaktion mehr als deutlich hören kann: Ein Bagger mit einem Hydraulikhammeranbau (wie Presslufthämmer am Ende des Auslegers von Standbaggern genannt werden) hat sich rechtzeitig zu Redaktionsschluss daran gemacht, den Betonbatzen auf Styroporflockengröße kleinzubohren.

Am deutlichsten vernähme es Armin Thurnher, würde der in seiner Herausgebersuite sitzen, die von allen salzgrieswärts liegenden Redaktionsräumen die exponierteste Westlage aufweist. So trifft es das Feuilleton am härtesten, denn das Zimmer neben der Herausgebersuite wurde im Zuge synergieeffektakkumulierender räumlicher Restrukturierungsmaßnahmen, die mit ausführlichen begleitenden Mediationsmaßnahmen (Zwangsbeurlaubung, Delogierung, Waterboarding et al.) vor wenigen Wochen durchgeführt wurde, an Matthias Dusini und Wolfgang Kralicek zugewiesen. Letzterer ist soeben aus dem Urlaub zurückgekehrt und auch gleich ins Tanztagebuch eingestiegen (siehe S. 26), sollte also theoretisch noch einiges aushalten. Bei 32 Grad minimum (siehe S. 34) ist es aber eh auch schon: wurscht! Blunzn!! Powidl!!!


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