Die Musiknation als Popland, geht das?

Falter & Meinung | Kommentar: Gerhard Stöger | aus FALTER 31/13 vom 31.07.2013

Das Popfest Wien zeigt: Der österreichischen Popmusik geht es prächtig. Nur die Kulturpolitik schläft noch

Zu viel Hitze im Tiefkühlfach“: Immer wieder kam einem an den vier Popfest-Tagen der alte Falco-Song in den Sinn. Mehr noch als in den Vorjahren war das Popfest diesmal eine gigantische, überdimensionale Sauna. Letztlich gab es nur einen einzigen wohltemperierten Spielort: die Karlskirche.

Drei Jahre lang hatte diese nur die pittoreske Kulisse für das Festivaltreiben auf dem Karlsplatz geliefert, heuer öffnete sie erstmals auch der Musik ihre Pforten. Entweiht wurde sie dabei nicht: Zum spätabendlichen Ausklang kredenzte Teresa Rotschopf alias O am Sonntag getragenen Sakralpop, vorher gab es von Ritornell und Mimu konzentrierte elektronische Klangstudien, die in dieser Form auch zum Neue-Musik-Festival Wien Modern passen würden.

Begonnen hatte das Popfest gut 72 Stunden davor mit A-cappella-Clubsound, Rock und Dancepop, dazwischen wurden aufgekratzte Garagenmusik und lässiger


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