Die Geschichte eines Abgeschobenen

Politik | Recherche: Ingrid Brodnig | aus FALTER 31/13 vom 31.07.2013

Acht Pakistanis wurden Anfang der Woche ausgewiesen. Ali Nawab ist einer von ihnen. Wie kam es dazu?

Es ist Montag, 15.55 Uhr. Ein Flugzeug der Qatar Airways hebt ab in Richtung Doha, dann geht es weiter nach Islamabad. An Bord sitzt Ali Nawab, 34, allerdings gegen seinen Willen. 14 Monate lebte der Pakistani in Österreich. Nun wird er abgeschoben.

Ist sein Fall ein Symbol für fremdenrechtliche Ungerechtigkeit? Schon vergangenen September hatte der Asylgerichtshof entschieden, dass für den Mann in seiner Heimat keine "Gefährdung“ bestünde. Während Nawab im Flugzeug sitzt, demonstrieren Aktivisten vor dem Polizeianhaltezentrum Rossauer Lände und dem Innenministerium. Sie sehen den Fall völlig anders. Ali Nawab ist Mitglied des sogenannten Refugee-Camps, also einer jener 47 Flüchtlinge, die zuerst die Votivkirche besetzten und dann im Servitenkloster Unterschlupf fanden. Acht von ihnen wurden nun verhaftet, darunter Nawab. Wer ist dieser Mann? Und warum durfte er nicht in Österreich


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