Tanz den Albert Einstein!


Bericht: Klaus Nüchtern
Feuilleton | aus FALTER 31/13 vom 31.07.2013

Der Künstler William Kentridge ist beim Tanz gelandet und denkt auf der Bühne über Schwarze Löcher nach

Keine Frage, man kriegt etwas geboten an diesem Abend: Ein Dutzend Leute agieren auf und ausnahmsweise auch mal abseits der Bühne. Sie tanzen, singen, machen Musik oder irgendwas dazwischen, hantieren mit seltsamen Maschinen und Apparaturen, vorzugsweise megafonartigen Trichtern, mit denen sie zu grotesken Menschmaschinen verschmelzen.

Auf die mit Zeichnungen und Beschriftungen bedeckte Bühnenwand werden allerhand bewegte Bilder projiziert, und als wäre dem noch nicht genug, hängt auch noch ein Schlagzeug im Schnürboden, das gleich zu Beginn scheinbar selbsttätig zu spielen beginnt.

Schwer zu sagen, welchem Genre man diesen knapp eineinhalbstündigen Abend zuschlagen soll. Wahrscheinlich ist es so etwas wie eine multimediale Lecture-Performance-Tanz-Revue. Menschen, denen Begriffe wie "Tanz“ und "Performance“ den kalten Schweiß auf die Stirne treiben, brauchen sich dennoch

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