"Ich denke nicht so viel über mich nach“

Feuilleton | Interview: Matthias Dusini | aus FALTER 31/13 vom 31.07.2013

Der Rockmusiker und Fotograf Bryan Adams über Kriegswunden, sein Image als netter Junge und das düstere Wien seiner Kindheit

Der Meister des stadienfüllenden Kuschelrock verspätet sich um eine akademische Viertelstunde. Bryan Adams, kanadischer Plattenmillionär mit Wohnsitz London, kommt kurz nach neun Uhr morgens in die Galerie Ostlicht in der Ankerbrotfabrik, um seine Ausstellung vorzustellen. Er steigt aus einer schwarzen Limousine und betritt in Begleitung von Leibwächtern den Kunstraum.

Jeans und T-Shirt sind eng anliegend, bringen den hageren Körper des bekennenden Veganers zur Geltung. Auch die Ray-Ban-Sonnenbrille und die Lederstiefel fügen sich in das zeitlose Bild eines Rock ’n’ Rollers, dessen Markenzeichen die rau intonierte Ballade ist. Das Gespräch über die Macht der Kamera und Images dauert nur 15 Minuten und Adams bemüht sich, nicht den Eindruck zu erwecken, als käme er gerade aus dem Fitnessstudio.

Falter: Herr Adams, man kennt Ihr Gesicht aus Magazinen und


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