Hörbuch der Stunde

Ungewöhnlich gut gelesene Geschichten

Feuilleton | Ulrich Rüdenauer | aus FALTER 31/13 vom 31.07.2013

Hans Fallada (1893-1947), der eigentlich Rudolf Ditzen hieß, führte ein Leben wie aus einem Roman: Er war im Knast, hat mit Alkohol und Drogen gerungen, mit dem Leben und der Einsamkeit sowieso, und er schrieb Romane, die die Menschen zu Tränen rühren konnten, weil die Figuren Schicksale erlitten, die mit denjenigen der Leserinnen und Leser zu tun hatten.

Seit ein paar Jahren findet eine Wiederentdeckung des Autors statt. Plötzlich lesen ihn auch die Amerikaner, Fallada wird neu in fremde Sprachen übersetzt. Und im Zuge dieser Renaissance veröffentlichte der Aufbau Verlag auch einen Band mit Geschichten, in denen all das enthalten ist, was man an Fallada lieben kann: die direkte Sprache, die vom Leben gebeutelten Helden, der Tonfall, der zwar niemals larmoyant ist, aber doch auch eine große Nähe zum Gegenstand herzustellen weiß.

Die kleinen, in dem Band "Der Bettler, der Glück bringt“ versammelten Texte entstanden nebenbei, aber es sind verdichtete Geschichten über an den Rand


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