Das Rütteln am Watschenbaum

Stadtleben | Fragen: Birgit Wittstock | aus FALTER 31/13 vom 31.07.2013

Sozialarbeiterin Petra Mandl erklärt, was man gegen die "gsunde Watschn“ tun kann

Der Extremsportler Felix Baumgartner hat kürzlich in einem Interview mit der Bunten behauptet, eine "gsunde Watschn“ hätte weder ihm noch sonst jemandem bislang geschadet und sei ein probates Erziehungsmittel. Petra Mandl ist diplomierte Sozialarbeiterin der MA 11, des Jugendamts, und hat täglich mit Kindern, die Opfer von Gewalt wurden, zu tun. Hier erklärt sie, wie man sich angesichts elterlicher Gewalt richtig verhält.

Falter: Was bedeutet es, wenn ein Mensch wie Felix Baumgartner eine solche Aussage tätigt?

Petra Mandl: Was die Vorbildwirkung betrifft, so sind derartige Aussagen sehr gefährlich. Zum einen fühlen sich Menschen, die selbst so denken, in ihrer Einstellung bestätigt. Zum anderen entsteht der Eindruck, die Ohrfeigen hätten Felix Baumgartner, einem mutigen Mann, der es zu etwas gebracht hat, nicht geschadet. Beides sind fatale Impulse. Dazu kommt, dass der Einsatz von Gewalt eindeutig


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