Die Stammtischtäter

Steiermark | Vorbesprechung: Hermann Götz | aus FALTER 31/13 vom 31.07.2013

Das GrazMuseum zeigt "Im Krug zum Grünen Kranze. Peter Rosegger in Graz“

Auch Museumsdirektor Otto Hochreiter ist bewusst, dass der 170. Geburtstag eines Dichters kein echter Anlass zum Gedenken ist. Sein GrazMuseum beteiligt sich dennoch mit einem kleinen, aber feinen Ausstellungsprojekt am allgemeinen Rosegger-Revival. Das hat damit zu tun, dass der populäre Dichter - zumindest wenn er dem wissenschaftlichen Mainstream folgend kritisch rezipiert wird - für das Graz des späten 19. Jahrhunderts steht wie kaum ein anderer. In Roseggers Äußerungen spiegelt sich der Zeitgeist seiner Epoche. Nicht zuletzt, weil sich der gern Gefragte als Kommentator äußerst stromlinienförmig gab. "Er legt sich nicht fest“, so Hildegard Kernmayer, die die Ausstellung wissenschaftlich betreut. "Ich glaube, dass das eine Attitüde des Sozialaufsteigers ist. Er will unbedingt ins Bildungsbürgertum und daher nicht anecken.“ Bis heute könne sich daher jeder bei ihm bedienen: die Ökologiebewegung,


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