Kritik

Verkohlte Gedanken unter Hochspannung

Lexikon | aus FALTER 31/13 vom 31.07.2013

Die nächste Generation an den Start: Katharina Senn kuratiert in der Gabriele Senn Galerie eine interessante Gruppenschau mit Skulpturen. Heidi Rada hat persönliche Schriftstücke aufgetürmt, mit heißer Kohle geformt und geölt, sodass das Papier wie Holz aussieht. Die dunkelbraune Masse ist in eine Art Hochspannungsleitung eingebaut, die die Plastik noch stärker symbolisch auflädt. Die New Yorker Skyline holt Michèle Pagel auf einem großen Fächer in die Galerie, und ruft auch mit ihren anderen hybrid zusammengesetzten Installationen allerlei Referenzen an Dekorationen aus den 1980er-Jahren auf. Vergleichsweise geradlinig kommen Sabrina Peers in Eisengitter eingespannte Spiegel daher, große Wandteile mit bedrohlichen Spitzen, und auch Cäcilia Brown arbeitet mit Eisenrahmen. NS

Gabriele Senn Galerie, bis 28.9.


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