Kritik Niederösterreich

Erstaunlich juxlos: Nestroy-Posse in Baden

Lexikon | aus FALTER 31/13 vom 31.07.2013

Die künstlerische Leiterin des Landestheaters Niederösterreich Bettina Hering hat Johann Nestroys "Einen Jux will er sich machen" inszeniert und dabei keine einzige richtige Pointe gelandet. Im schwarz-weißen Scherenschnitt-Bühnenbild werden zwischendurch Couplets über Facebook, den bürgerlichen Mittelstand und die Kleinfamilie gesungen - die Liedtexte stammen von Johannes Schrettle, die Musik ist von Andreas Radovan, zusammen mutet das wie Deutschpop an. Die Verwechslungskomödie über den biederen Handlungsdiener Weinberl (Dominik Warta), der sich in der Anonymität der Stadt einen Spaß machen mag, bleibt trotz zahlreicher Slapstickeinlagen, viel Geblödel und Orchesterbegleitung erstaunlich öde. SS

Sommerarena Bühne Baden, Mi, Do 19.30


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