Meinesgleichen Weil Jahrestag ist: ein Wort zu meinem letzten Satz

Falter & Meinung | aus FALTER 32/13 vom 07.08.2013

Leser Franz Haslinger will es wissen, und nicht nur er. Immer wieder erreichen mich Anfragen aus dem befreundeten Inland, was denn das Wort "Mediamil-Komplex“ zu bedeuten habe. Ich habe auf Wikipedia unter "Armin Thurnher“ nachgesehen und dort in dem sonst eher dürren Eintrag Folgendes gelesen: "Thurnher ist ein Kritiker der österreichischen Printmedienlandschaft, die durch die Kronen Zeitung und die Hochglanzmagazine der NEWS-Gruppe dominiert wird. Seine Leitartikel im Falter beschließt er allwöchentlich in Anlehnung an Catos Ceterum censeo Carthaginem esse delendam mit dem Satz:, Im Übrigen bin ich der Meinung, der Mediamil-Komplex muss zerschlagen werden‘. Mediamil ist eine von Thurnher geschaffene Wortkombination aus Mediaprint und den Zeitschriften Format und Profil aus der NEWS-Gruppe.“

So ist das also. Der Einfall mit Cato dem Älteren kam mir, weil Hans Dichand, der ehemalige Herausgeber der Kronen Zeitung, gern die Strumpfmaske des antikisierenden Moralisten überzog und sich Cato nannte. Wo bleibt der letzte Satz, fragte ich mich, und spendierte ihm einen: "Im Übrigen bin ich der Meinung, die Mediaprint muss zerschlagen werden.“ Das war Anfang August 1994, vor nunmehr 19 Jahren. 2001, als gegen alle Sitte, Anstand und Marktordnung auch noch die Trend-Profil-Gruppe mit der News-Gruppe fusionierte, änderte ich das Wort Mediaprint auf Mediamil-Komplex. Ich danke allen, die sich wie ich seit 19 Jahren fragen, was das soll. F

Quelle:

¦ Wikipedia, Stichwort Armin Thurnher


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