Kommentar Asylpolitik

Wenn die Caritas eine Partei wäre, würde man sie wählen wollen


Barbara Tóth

Falter & Meinung | aus FALTER 32/13 vom 07.08.2013

Menschen, die eine aufgeklärte, bürgerliche, christlich-soziale Partei wählen wollen, sind derzeit politisch heimatlos.

Wieso, könnte ein Vertreter der ÖVP einwenden, wählt doch uns! Wir sind die einzig echten Bürgerlichen, wir sind doch in der christlichen Soziallehre verwurzelt, ja, unsere Vordenker im 19. Jahrhundert waren sogar echte Sozialrevolutionäre. Sie schufen Gesellenvereine, planten Krankenkassen - kurzum, sie kümmerten sich um die Benachteiligten. Um Menschen ohne Status, die nichts anderes als ihre Arbeitskraft einsetzen konnten. Eigentlich das, was heute Asylwerber sind.

Nein, müsste man dann entgegnen. Genau deswegen seid ihr nicht wählbar. Da kann Innenministerin Johanna Mikl-Leitner noch so oft in Interviews wiederholen "Wir Bürgerlichen sind nicht ausländerfeindlich“. Wir glauben es nicht. Nicht so, wie sie die Causa Votivkirchenflüchtlinge im Servitenkloster gehandhabt hat.

Niemand Vernünftiger forderte eine Lex Votivkirche, also eine maßgeschneiderte

  372 Wörter       2 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige


Anzeige