Beinharte Posse

Waren die Votivkirchen-Flüchtlinge "beinharte Schlepperbosse"? Die Akten der Staatsanwaltschaft rücken die Horrormeldungen der Innenministerin zurecht


Bericht: Florian Klenk
POL Politik | aus FALTER 32/13 vom 07.08.2013

Am Nachmittag des 30. Juli, kurz nachdem acht pakistanische Staatsbürger aus dem Servitenkloster abgeschoben worden waren und das Innenministerium in Bedrängnis geriet, twitterte der Krone-Redakteur Richard Schmitt eine schier unglaubliche Nachricht: "Votivkirchen-Flüchtlinge verdienten angeblich 10 Mio. als Schlepper. Und die bescheidenen Burschen lebten trotzdem weiter im Kloster.“ Schmitt, zugleich Berater von Krone-Herausgeber Christoph Dichand, dürfte der eigene Tweet dann doch etwas lächerlich vorgekommen sein. Denn am Abend des selben Tages vermeldete er, die von der Polizei genannte Summe käme auch ihm "zu hoch vor“.

Schmitt hat sich mit seinen Bedenken in der eigenen Zeitung allerdings nicht durchgesetzt. Sein Blatt machte zum Faktum, was Schmitt mit dem Wörtchen "angeblich“ noch als Mutmaßung des Innenministeriums auswies: "Flüchtlinge als Schlepper verdienten zehn Millionen“, stand da zu lesen. Die fünf verhafteten Kirchenaktivisten aus dem Servitenkloster seien

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