Grüne: Die Ankunft in der politischen Mitte ließ lange auf sich warten

Politik | aus FALTER 32/13 vom 07.08.2013

:: Es war der Kampf gegen zwei Kraftwerke, der vor drei Jahrzehnten dazu führte, dass sich aus einer zerspragelten heimischen Umweltbewegung eine grüne Partei formierte: das Atomkraftwerk Zwentendorf und das Wasserkraftwerk Hainburg. Letzterer Einsatz in Hainburg zeigte allerdings schon - wenn man so will -, dass der Weg steinig und die Ziele widersprüchlich werden sollten: Die erneuerbare Wasserkraft gilt sonst als grünes Kernanliegen. Doch dafür die Au abzuholzen, das ging dann doch nicht.

1986 vereinte Parteigründerin Freda Meissner-Blau zwei konkurrierende grüne Listen und brachte die Ökos knapp in den Nationalrat. Seitdem sind die Grünen die einzige langfristig erfolgreiche Partei in Österreich, deren Wurzeln nicht - im Gegensatz zu SPÖ, ÖVP und FPÖ - bis in die Monarchie zurückreichen.

Trotzdem traten sie nach 1986, von außen betrachtet, zwei Jahrzehnte lang eher auf der Stelle. Mit wenigen Ausnahmen legten die Grünen bei Wahlen stetig zu, allerdings immer nur minimal.


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