Falter-Debatte zur Abtreibung: Was bisher geschah

Politik | aus FALTER 32/13 vom 07.08.2013

:: Auslöser für die Debatte war eine Abtreibungsordination am Wiener Spittelberg. Dutzende Frauen, so vermutet die Wiener Patientenanwältin Sigrid Pilz, wurden in der verdreckten Praxis von greisen Gynäkologen schwer verletzt, manche sogar unfruchtbar gemacht. Vor allem Migrantinnen nutzen die Dienste der Ärztin. Sie war billiger als andere auf Abtreibung spezialisierte Privatkliniken, aber verwendete eine veraltete Methode.

Plädoyer für Versachlichung

Wie kann es sein, dass in Österreich Abtreibungen immer noch so ein Tabu sind? Warum diskutieren Strafrichter und Kirchenfürsten darüber, statt jener, die es betrifft? Falter-Chefredakteur Florian Klenk eröffnete die Debatte mit einem Plädoyer für die Versachlichung. Die Diskussion, so Klenk, dürfe nicht mehr mit den moralisierenden Argumenten der 1970er-Jahre, sondern müsse sozialstaatlich geführt werden.

Erfahrungsbericht

Falter-Redakteurin Birgit Wittstock antwortete Klenk letzte Woche mit einem berührenden Bericht über ihre eigene Abtreibung. Sie schilderte, wie tabuisiert das Thema selbst in den darauf spezialisierten Kliniken gehandhabt wird, wie wenig Vor- und Nachbereitung sie bekommen hat. Diese Woche bringt die ehemalige Ö1-Journalistin Barbara Kaufmann Argumente ein. Nächste Woche wird Falter-Redakteurin Barbara Tóth, Mutter von zwei Söhnen, ihre Perspektive schildern - und konkrete Wünsche an die Politik formulieren. F


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