Mediaforschung Verführungskolumne

Was hat der Augustin mit Facebook gemein, Herr Forgber?

Medien | aus FALTER 32/13 vom 07.08.2013

Das einzige Social Network, dem du persönlich einen guten Tag wünschen kannst.“ Oder vielleicht etwas aktueller, in Anspielung auf die Abhöraffäre: "Das einzige Social Network, dem deine Daten vollkommen egal sind.“ Mit Slogans wie diesen macht der Augustin seit Anfang Juli mit Zeitungs- und Magazininseraten, Plakaten und Online-Bannern auf sich aufmerksam.

"Kerngedanke der neuen Kampagne ist die Tatsache, dass es in Wien interessante soziale Netzwerke jenseits von Börsengängen und ‚Gefällt-mir-Buttons‘ gibt, wie den Augustin mit all seinen Kolporteuren, Mitarbeitern und Unterstützern“, sagt Texter Björn Forgber, der die Kampagne gemeinsam mit Bernhard Kerbl und der Werbeagentur Unique entworfen hat. Von der Kreation über die Fotografen bis hin zur Anzeigenplatzierung arbeiteten alle ehrenamtlich.

Die Personen auf den Plakaten sind Verkäufer der Straßenzeitung, die sich freiwillig für das Shooting gemeldet haben. "Keiner von denen hat sich zweimal bitten lassen. Sie zu finden war nicht schwer“, so Forgber.

Je nach Erfolg der Kampagne ist eine zweite Welle für diesen Oktober geplant. Im Netz kommt die Fotoreihe offenbar gut an. Das Feedback auf der Webseite des Standard fällt großteils positiv aus. "Augustin - gegenüber den Gratis-‚Zeitungen‘ wie Heute und Österreich die eindeutig bessere Zeitung!“, meint etwa Posterin Dreamgirl1964 und bekommt dafür sechs grüne "Gefällt mir“-Klicks. Der "Daumen hoch“-Knopf ist also doch unausweichlich.

Julia Seidl


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