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Pressekolumne

Medien | Barbara Tóth | aus FALTER 32/13 vom 07.08.2013

M arga Swoboda füllt die Kolumne "Tag für Tag“ in der Kronen Zeitung. Sie schreibt dort auch Reportagen und Porträts. Gemessen am sonstigen Umfeld sind Swobodas Texte meistens eine Erholung.

Am Sonntag kommentierte sie die Abschiebung der Flüchtlinge aus dem Servitenkloster mit folgenden Worten: "Endlich weg, die Flüchtlinge (...) Wir haben es ihnen gezeigt. Sie sind weg, zurück in der Heimat (...) ABGESCHOBEN. Das ist ein sanfter, fast zärtlicher Vorgang.“

Hm. Das war also ironisch gemeint? Vielleicht als Persiflage auf ihren Krone-Kollegen Michael Jeanée? Oder schreibt hier eine tapfere Dissidentin in alter "Ich verwende die Worte meines Feindes“-Tradition gegen die hauseigene Zensur an?

"Ich will gegen Zynismus und Menschenverachtung leise Töne setzen“, sagte Swoboda einmal in einem Interview. Bitte das nächste Mal ein bisschen lauter. F


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