Zeit am Schirm

TV-Kolumne

Medien | Matthias Dusini | aus FALTER 32/13 vom 07.08.2013

Mitte August wird im US-Fernsehen das Finale von "Breaking Bad“ ausgestrahlt, einer der besten und düstersten TV-Serien aller Zeiten. Nun bekannte die 75-jährige Schriftstellerin Joyce Carol Oates via Twitter, sie habe gerade erst begonnen, sich die Serie anzusehen. Ihr erstes Urteil lautet: "Die Serie ist okay, aber die Frauenfiguren?“

Einem "BB“-Fan fällt es natürlich schwer, Kritik an seiner Lieblingsserie zu akzeptieren, aber vielleicht ist etwas dran an der Beobachtung von Oates. Marie Schrader etwa, eine der Figuren, sieht man nie aktiv bei der Arbeit als Krankenschwester, sondern immer zu Hause, beschäftigt mit ihren psychischen Störungen. Auch Skyler White, die Frau des Protagonisten, gerät zusehends in eine passive, leidende Rolle. Nun könnte man sagen: In der US-Provinz ist das halt so. Vielleicht ja, aber: Warum wurde dann Walter, dieser unscheinbare Lehrer und Zwängler, einer der genialsten Drogenbosse der TV-Geschichte? F


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