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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 32/13 vom 07.08.2013

Oft wird über Sexismus in der Werbung geschimpft. Zum Beispiel, wenn halbnackte Frauen ohne erkennbaren Zusammenhang zum Produkt abgebildet werden und lüstern dreinschauen. Das ist letztklassig und zielt auf primitive Instinkte ab. Es gibt nun einen weiteren Trend, bei dem die Werbung unsere Gefühle ausnutzt: den Katzismus.

Besonders Internet- und Technologiefirmen setzen auf katzistische Werbung: Sie soll ihr Produkt sympathischer machen. Auf den A1-Plakaten sitzt ein getigertes Tier am Modem und blickt zufrieden in die Kamera. Im TV-Spot von Apple fotografiert ein Mädchen mit ihrem iPhone ein Kätzchen unter dem Bett. Die Werber nutzen einen alte Weisheit aus dem Internet: Katzen machen alles niedlicher. Ich hoffe nur, dass die Politik das nicht erkennt. FPÖ-Inserate mit Heinz-Christian Strache und österreichischer Hauskatze auf dem Schoß, daneben eine ausländerfeindliche Parole. Finger weg von wehrlosen Tieren! F


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