"Derivate kann man nicht essen“

Medien | aus FALTER 32/13 vom 07.08.2013

Kalle Lasn ist das Mastermind der "Occupy“-Bewegung. Dem Falter erzählte er, warum er Papier liebt und Twitter noch nicht

Wie stellt man sich das Mastermind der "Occupy“-Bewegung vor? Ende 20, Hipsterbart? Tatsächlich heißt dieser Mann Kalle Lasn, ist 70, klein, glatzköpfig, in seinem Englisch hört man noch den Akzent des estnischen Emigranten durch. Lasn ist Gründer des legendären Magazins Adbusters, das sich als Theorieorgan der globalen antikapitalistischen Bewegung versteht. Die Redaktion befindet sich in Vancouver, im Souterrain einer kuscheligen Holzvilla, in bester Lage. Lasn ist der einzige über 30-Jährige hier, aber alles dreht sich um ihn. Es wird gescherzt, laut gelacht, und Lasn hat sich schon längst in Rage geredet, ehe das Interview überhaupt beginnt. Irgendwann schalte ich dann das Aufnahmegerät ein.

Kalle Lasn: … und dann stehe ich im Geschäft, kaufe irgendwas und denke mir: Warum kaufe ich das schon wieder? Zwei Dollar kostet es, und ich weiß, dass die


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige