Staub, der auf Regalen liegt

Feuilleton | Reportage: Klaus Nüchtern | aus FALTER 32/13 vom 07.08.2013

Ins k.k. Hofkammerarchiv in der Johannesgasse wird ein Literaturmuseum einziehen - mithilfe der Wanderstöcke von Peter Handke

Keine Frage: Es ließen sich schon noch weniger geeignete Orte für eine Pressekonferenz finden: eine Bohrinsel etwa oder der begehbare Humidor eines Zigarrengeschäfts. Kunstministerin Claudia Schmied und Johanna Rachinger, Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek, fanden sich vergangene Woche in einen winzigen Winkel gedrängt, in dem nicht annähernd alle der ungewöhnlich zahlreich erschienenen Journalisten Platz hatten.

Die Räumlichkeiten des ehemaligen k.k. Hofkammerarchivs in der Johannesgasse 6 sind dennoch attraktiver als die üblichen Cafés oder Repräsentationsräumlichkeiten, denn auf den hunderten Laufmetern der denkmalgeschützten Regale liegt der Staub der Geschichte - zumindest virtuell.

Im gleichen Stockwerk befindet sich auch das berühmte, originalgetreu erhaltene Grillparzerzimmer, in dem der Dichter als Direktor des k.k. Hofkammerarchivs


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