Dead Pan Depp Man

Feuilleton | Polemik: Michael Omasta | aus FALTER 32/13 vom 07.08.2013

Angetreten als einer der vielseitigsten Darsteller seiner Generation, macht Johnny Depp seit Jahren hauptsächlich eines: immer dasselbe

Vor drei Wochen fand in Berlin die Deutschlandpremiere von "Lone Ranger“ statt, und die Stars ritten, wie bei solchen Anlässen üblich, zur Pressekonferenz ein: Armie Hammer, der Darsteller des Titelhelden, lobte Wiener Schnitzel als lokale Leibspeise; Johnny Depp, der dessen Komantschen-Kumpel Tonto gibt, beantwortete die Frage nach seinen Deutschkenntnissen mit einer Art selbstgestricktem Haiku: "Mein Vater ist ein Stierkämpfer. Ich bin eine Wassermelone.“

Leider ist das schon ziemlich das Spannendste, was es über Disneys neue Themenparkverfilmung zu sagen gibt. Der "Lone Ranger“, eine der Ikonen der US-Populärkultur aus den 1930ern, soll für ein heutiges Publikum rehabilitiert werden. Dabei machen Produzent Jerry Bruckheimer und sein treuer Regieexekutor Gore Verbinski mit dem Westerngenre das, was die weißen Siedler einst mit den amerikanischen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige