Nüchtern betrachtet 

Zwischen Zugluft und Žižekgezwitscher

Feuilleton | aus FALTER 32/13 vom 07.08.2013

Zum Besten, was derzeit zu haben ist, zählt die frühmorgendliche Zugluft, die einen fast frösteln macht im Bett, in das man des Nachts doch noch schweißnass gesunken war. Von wannen die Zugluft zieht, vermag ich nicht zu sagen, doch halt: Mir scheint, sie weht loses Papier eher wohnzimmerwärts, was dafür spricht, dass sie durchs Schlafzimmerfenster kommt und wohnzimmerwärts weht, was ich mir normalerweise verbitten würde, aber Zugluft ist nun mal kein gemeiner Gast. Die Wohltat des Lüftchens ist das absolute Atout, es schlägt alles andere. Selbst die beträchtliche, den Nachtschlaf verlässlich behindernde Lärmbelästigung wird in Kauf genommen - was mein Verhältnis zu den Krähen doch etwas abgekühlt hat, lassen es sich die im Nachbarbaum nistenden Rabauken doch angelegen sein, spätestens um 5.30 Uhr in lautes und mutwillig vom Zaun gebrochenes Gezeter zu verfallen.

Doch auch der Mensch lärmt mit Bedacht, wenn seines Schlafs der Bruder noch bedürfte. Schade, dass ich es


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