7  Sachen, die Sie über WIENER FERNKÄLTE eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 32/13 vom 07.08.2013

Ist das das Gegenteil von Fernwärme?

Nicht wirklich. Die Erzeugung von Fernkälte erfolgt zum größten Teil in Absorptionskältemaschinen. Anders als bei Klimaanlagen wird hier statt Strom Wärme für die Erzeugung von Kälte verwendet.

Woher kommt die Wärme, mit der die Kälte produziert wird?

Die stammt aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und aus der thermischen Abfallbehandlung.

Also Müllverbrennung. Ist Fernkälte umweltschonender als Klimaanlagen?

Ja, weil reine Abwärme für die Produktion von Fernkälte genutzt wird. Die Anwendung von Abwärme für Absorptionskältemaschinen anstelle von Strom in Kompressoren führt zu einem vier- bis zehnfach geringeren Verbrauch an fossilen Brennstoffen und auch zu geringeren Emissionen.

Wie kann man Fernkälte noch erzeugen?

Indem in einer Kältezentrale die nötige Kälte erzeugt und diese über Kältenetze an die Verbraucher geliefert wird. Wobei dem Kunden dabei eigentlich überschüssige Wärme abgenommen wird.

Kommt die Fernkälte wie die Fernwärme in jeden Haushalt, der am Netz hängt?

Irgendwann vielleicht, aber bislang versorgt die Fernkälte Spittelau vor allem Komplexe wie das AKH, die Boku oder das Ö3-Gebäude.

Wie viel Kälte produziert die Fernkälte?

Sie hat eine Kapazität von 17 Megawatt, was einer Kühlleistung von 115.000 Kühlschränken entspricht.

Gibt es noch weitere Fernkälteerzeuger außer der Spittelau?

Wien arbeitet momentan an Kälteprojekten: fürs SMZ Ost, bald auch für die Rudolfstiftung und Schulen. F


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