Seinesgleichen geschieht Der Kommentar des Chefredakteurs

Schlepper, Schleim und Reblaus - Neues von der Zeitungskrisenfront

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 33/13 vom 14.08.2013

Wozu brauchen wir Zeitungen? Das deutsche Feuilleton wird mir verzeihen, wenn ich zuerst den Kopf in jenen Sand stecke, den man uns hierzulande in die Augen streut. Frau Innenministerin Johanna Mikl-Leitner würde sagen: Wir brauchen Zeitungen, um Nachrichten so zu präsentieren, dass man dabei dieses oder jenes denken kann, vor allem dieses. Zum Beispiel, die von ihr abgeschobenen Pakistani wären Teil eines Schlepperrings mit zehn Millionen Euro Umsatz. Begeistert trompeteten die Krone und andere diese Information hinaus. Der Schleimrevolver der Kronen Zeitung, Michael Jeannée, sonderte Hohn und Galle gegen die Gutmenschenmedien ab, welche monatelang ein Syndikat von Großgangstern gedeckt hätten und nun blamiert seien.

Als unser Gutmenschenmedium Falter, misstrauisch geworden, aufdeckte, dass es sich um einen Spin der Frau Ministerin handelte, dass weder Gericht noch Staatsanwalt etwas von Millionenumsätzen der Schlepperbande wussten und die Abgeschobenen höchstens niedrige Dienste


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige