Keine Lorbeeren für Sebastian Kurz

Falter & Meinung | Kommentar: Sieglinde Rosenberger | aus FALTER 33/13 vom 14.08.2013

In Sachen Integration agiert die ÖVP immer populistischer. Niemand hält dagegen. Das gehört geändert!

Nach der Vorstellung des Integrationsberichts 2013 durch Staatssekretär Sebastian Kurz und Mitglieder seines Expertenrates war auf der ÖVP-Website für kurze Zeit zu lesen, dass sie, die ÖVP, den Integrationsbericht präsentiert hatte. Also nicht die Regierung, auch nicht das zuständige Staatssekretariat, sondern die ÖVP-Parteizentrale.

Dieser kleine Lapsus - sofern es einer war - ist so bezeichend wie interessant. In den vergangenen zwei Jahren wurde die politische Arbeit Kurz’ allgemein anerkennend und lobend immer mit dem Attribut "sachlich“ versehen. "Sachlich“, das hieß, dass der Staatssekretär das Integrationsthema aus der populistischen bis fremdenfeindlichen Ecke herausgeholt hatte, in die es primär die FPÖ, aber auch ÖVP-Innenministerinnen in der Vergangenheit gestellt hatten.

Doch nicht nur der neue Integrationsbericht gibt mehr als genug Anlass, dieses Urteil


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