Holpern in die Energiezukunft

Politik | Zurechtrückung: Joseph Gepp | aus FALTER 33/13 vom 14.08.2013

Der Fall Güssing bringt erneuerbare Energien insgesamt, vor allem Biomasse, ins Gerede. Zu Recht?

Es gibt Bilder, die sich der Öffentlichkeit einprägen. Zum Beispiel Arnold Schwarzenegger, wie er 2012 Güssing besucht. Lächelnd posiert der Ex-Gouverneur neben dem damaligen ÖVP-Bürgermeister der burgenländischen Stadt, Peter Vadasz. "Österreich muss Güssing werden“, tönt Schwarzenegger. Medien verbreiten seine Botschaft in aller Welt. Heute bereut es Vadasz vielleicht, den aufsehenerregenden Auftritt eingefädelt zu haben.

Denn das Bild des energieautarken Güssing, das international als Beispiel für nachhaltigen Umgang mit Energie gilt, hat inzwischen gehörig Schaden genommen.

Das Biomassekraftwerk, Herzstück unter vielen Projekten im Ort, wäre kürzlich fast in Konkurs gegangen. Sechs Millionen Euro Schulden hatte die Anlage angehäuft, als sie im Juni heruntergefahren wurde. Das Finanzamt hatte dem Kraftwerk den Status als Forschungsanlage aberkannt - womit Subventionen wegfielen.


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