"Es ist das Ende eines Potenzials“

Politik | Gespräch: Birgit Wittstock | aus FALTER 33/13 vom 14.08.2013

Gynäkologe Christian Fiala über Verhütungsunfälle, deren Versorgung und warum ein Embryo noch kein Kind ist

Der in Wien ordinierende Gynäkologe Christian Fiala gilt als einer der glühendsten Abtreibungsbefürworter des Landes. Seine Klinik Gynmed und sein Verhütungsmuseum wurden in der Vergangenheit häufig von militanten Abtreibungsgegnern und Katholiken belagert.

Im Interview erklärt Fiala, warum es für Frauen nahezu unmöglich ist, vor einer ungewollten Schwangerschaft sicher zu sein, und warum ein Embryo nicht viel mehr ist als das Potenzial eines Kindes.

Falter: Herr Fiala, was sagen Sie zum jüngsten Fall, bei dem mehrere Frauen bei unsauber durchgeführten Abtreibungen schwer verletzt wurden. Ist das nicht ein politisches Versagen?

Christian Fiala: Es ist ein Versagen des Systems, der Qualitätskontrolle. Wenn Sie heute eine ungewollte Schwangerschaft beenden, können Sie sich nicht darauf verlassen, dass die Qualität der ärztlichen Arbeit überprüft wird. Der Beruf Arzt


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