Falter-Debatte zur Abtreibung: was bisher geschah

Politik | aus FALTER 33/13 vom 14.08.2013

:: Auslöser für die Debatte war eine Abtreibungsordination am Wiener Spittelberg. Dutzende Frauen wurden in der verdreckten Praxis von Gynäkologen schwer verletzt, manche sogar unfruchtbar gemacht. Vor allem Migrantinnen nutzen die Dienste der Ärztin. Sie war billiger als andere auf Abtreibung spezialisierte Privatkliniken, aber verwendete eine veraltete Methode. Die Ärztekammer schaut zu.

Plädoyer für Versachlichung

Wie kann es sein, dass in Österreich Abtreibungen immer noch so ein Tabu sind? Falter-Chefredakteur Florian Klenk eröffnete die Debatte mit einem Plädoyer für die Versachlichung. Die Diskussion, so Klenk, dürfe nicht mehr mit den moralisierenden Argumenten der 1970er-Jahre, sondern müsse sozialstaatlich geführt werden.

Viele Leserbriefe haben den Falter seitdem erreicht und wurden - so wie in dieser Ausgabe - auch abgedruckt.

Vorletzte Woche schilderte Falter-Redakteurin Birgit Wittstock ihre eigene Erfahrung mit einer Abtreibung. Letzte Woche kommentierte die Filmemacherin und Autorin Barbara Kaufmann, dass man nicht über Abtreibung reden könne, ohne die herrschende Familienpolitik infrage zu stellen.

Diese Woche lesen Sie ein Interview mit dem Arzt Christian Fiala, einem klaren Befürworter der Abtreibung. Nächste Woche kommentiert Barbara Tóth das Thema.


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