Die Blitze und der Donnergott

Feuilleton | Reportage: Matthias Dusini | aus FALTER 33/13 vom 14.08.2013

Der Rockperformer Iggy Pop verzückte in der Wiener Arena mehrere Generationen von Fans brachialer Sounds und kaputter Hymnen

Die Blitze zuckten pünktlich zu Satans Erscheinen. "Wir sind die Stooges, und wir sind schlecht!“, rief der Rockmusiker Iggy Pop, als er am vergangenen Freitag die Open-Air-Bühne der Arena betrat. Trotz der hohen Eintrittspreise von 70 Euro waren tausende Fans gekommen, um den bestgelaunten Bösewicht der Musikgeschichte zu sehen.

Der 66-jährige US-Musiker mit dem bürgerliche Namen Jim Osterberg kam mit seiner Jugendband The Stooges nach Wien, deren brutaler Sound eine Blaupause des Punkrock war. Die Musiker stellten ihr fünftes Album vor, dessen Titel "Ready to Die“ die bald 50 Jahre währende Koketterie mit der ewigen Verdammnis zitiert.

Dass Iggy mit dem Slogan keineswegs den bevorstehenden Abschied vom Diesseits aufgrund altersbedingter Gebrechlichkeit formulieren wollte, war sofort klar. Sein spindeldürrer, ledrig trainierter Körper wand sich wie eh


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