Teenagerträume im Adderalltaumel

Feuilleton | Rezension: Joachim Schätz | aus FALTER 33/13 vom 14.08.2013

Regisseurin Sofia Coppola rehabilitiert sich in der Kinogemeinde mit einem Film über junge Celebrity-Räuber in Hollywood

Jugendliche steigen nachts über den Zaun einer Luxusvilla. "Let’s go shopping!“, ruft eine, bevor der Raubzug losgeht: Jede juwelenbesetzte Handtasche, jedes Paar knallroter Louboutin-Schuhe kriegt seine glamouröse Großaufnahme, während nebenher der Vorspann abläuft. Zum Schluss taucht eine Halskette mit den Lettern "RICH BITCH“ auf - daneben der Name der Regisseurin Sofia Coppola.

Wie so viele Filmanfänge ist auch der von "The Bling Ring“ Programm. Um pretty things geht es immer in den Filmen Sofia Coppolas: um das Glitzern der Dinge und um die feschen Mädchen und Buben, die davon auch nicht glücklich werden. Und - darauf weist Coppolas ironische Signatur am Ende des Vorspanns hin - wer sich so versessen an Wohlstandsproblemen abarbeitet, fordert Häme heraus.

Die Hollywood-Adelige hat bei weiten Teilen der cinephilen Kritik - ihr Vater ist Francis Ford

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