Das Verhängnis des Knalleffekts

Feuilleton | Revision: Michael Omasta | aus FALTER 33/13 vom 14.08.2013

Wie das vielversprechende Spielfilmdebüt "Where I Belong“ mit fragwürdigen Methoden aufgepeppt wurde

Rosemarie ist ständig in Eile. Abends, beim Tanz, muss sie den letzten Bus erwischen, am Morgen den ersten. Dennoch kommt sie regelmäßig zu spät zur Arbeit. Die junge Frau wohnt mit ihrem Vater Friedrich in einem kleinen Haus an der Peripherie von London. Früher einmal, in Österreich vor dem Krieg, hat die Familie Kohschitz etwas dargestellt. Heute, also 1959, hat sie ein Plumpsklo im Garten.

Vater und Tochter verkörpern zwei Generationen von "Continental Britons“. Friedrich, der seit Jahren um Restitution seines Besitzes gekämpft hat, versinkt mehr und mehr im Gestern. Der jüngste abschlägige Bescheid droht ihn völlig zu brechen. Rosemarie blickt nach vorn. Um nicht ewig Verkäuferin zu bleiben, macht sie einen Maschinenschreibkurs für angehende Sekretärinnen. Der einzige Luxus, den sie sich gönnt, ist am Wochenende eine Stunde im öffentlichen Wannenbad.

Dann, eines Abends,


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