Stadtrand Urbanismuskolumne

Ein Z und zwei Nullen: Plüschaffen feilhalten

Stadtleben | aus FALTER 33/13 vom 14.08.2013

Vielleicht ist es keine so gute Idee, an einem heißen Sommersonntag in den größten und schönsten Zoo der Welt zu gehen - mit drei fast gleichaltrigen Volksschulkindern. Aber: Der größte und schönste Zoo der Welt ist zwar rappelvoll (weil auch andere Menschen keine guten Ideen haben), erstaunlicherweise funktioniert hier trotzdem alles prima. Die Menschenaffen kacken spektakulär im Sprung - und ernten dafür Applaus. Die Pandas verstecken sich zwar (gar nicht niedlich) und die Robben dösen (langweilig). Doch den lieben Kleinen macht der Ausflug Spaß, solange es Eis, einen Wasserspielplatz, noch mehr Eis und eine Rutsche gibt. Den Großen auch - zumindest so lange, bis das Merchandisingartikelgeschäft erreicht ist, wo die Kinder dann noch einmal die Tierwelt made in China begutachten müssen. Nämlich sehr ausführlich.

Langweilig!, rufen die Erwachsenen und wollen endlich heim. Wieso verrichten die Plüschaffen aus dem Geschäft eigentlich nicht auch ihr Geschäft im Sprung?, fragen die Kinder. Ja, wieso eigentlich nicht? F


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige