Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Sommergrätzel VI: Vösendorf gibt es wirklich


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 33/13 vom 14.08.2013

Vösendorf ist einer jener Orte, von denen man zwar weiß, dass sie existieren, weil die SCS dort ist, weil ein Autobahnknotenpunkt so heißt und weil es jedes Jahr im Ranking der reichsten Gemeinden einen Spitzenplatz einnimmt. Aber wo genau es jetzt eigentlich liegt, wie es aussieht und ob dort echte Menschen wohnen, weiß man nicht. Dies nachzuprüfen, fährt man mit der U6 bis Siebenhirten und radelt dann die Ketzergasse ostwärts. Zwischen B17 und A2 zeigt sich der Ort als von der Zivilisation weitgehend verlassenes Industriegebiet, in dem man aber doch ein paar kulinarische Akzente finden kann.

Es gibt alles, nur größer

Zuerst einmal den Braugasthof Fabrik, ein riesiges Bierlokal, das 2004 in das ehemalige Werk der Belko Genussmittelwerke gesetzt wurde. Indoor erwartungsgemäß gesichtslos, der Gastgarten mit Wintergarten, Kastanienbäumen, schattenspendenden Vordächern kann aber was. Die Karte hat alles, was ein Bierlokal eben haben muss, Grillteller, Brathendln, Pfandlgerichte,

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