"Hanebüchen dramatisch“

Vorbericht: Hermann Götz | Steiermark | aus FALTER 33/13 vom 14.08.2013

Das Grazer Theater t’eig zeigt "Barbaren!“ und wird mit Vorurteilen aufräumen

Letzte Saison wurde von Theater t’eig der Hollywoodklassiker "Zurück in die Zukunft“ als autobiografische Fiktion gedeutet. Und das 1970er-Jahre-Skandalstück "Klassenfeind“ inszenierte Regisseur Thomas Sobotka mit fünf graumelierten Pädagogen. Sobotkas Truppe steht für originelle Konstellationen und Konzepte, für eine Kunst, die gerne überrascht. Letzteres ist diesmal bereits vorab gelungen: Mit "Barbaren!“ setzt t’eig nämlich auf ein Thema, das überraschend unoriginell daherkommt: das Schicksal einer Roma-Familie. Vom Veranstaltungsplakat lacht ein Rom herab, dekoriert mit reichlich kitschigen Accessoires. Setzen Sobotka und die Seinen tatsächlich auf das - eher abgenutzte - Revival von Gypsy-Style und Zigeuner-Folklore? Oder bieten sie jetzt moralisch grundiertes Jugendtheater für den Geschichteunterricht an? Beides eher unwahrscheinlich.

"Dem Ganzen liegt die wahre Familiengeschichte

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