Heidi List Sexkolumne. Aufklärung für Zeitgenossen

Abenteuer

Kolumnen | aus FALTER 33/13 vom 14.08.2013

In meinem Heimatort gibt es eine Veranstaltung namens "Bourbon Street Festival“, und nein, da gibt’s jetzt gar nichts drüber zu wiehern, etwa so blöd, wie mein Wiener Lebensgefährte arrogant darüber zu wiehern hatte, als ich ihm erzählte, ich ginge jetzt dorthin, weil da sehr wohl auch gute Acts wie Kollegium Kalksburg oder so jemand auftraten. Zauberer und Einradfahrer gab’s auch.

Meine Privatsensation war das Wiedersehen mit einer Kindheitsfreundin, die dort mit Argusaugen ihre Teenie-Töchter beim Balzen beobachtete. Ich in meiner Müdigkeit, ehrlich, nur das war’s, habe mich nicht entblödet zu sagen, Wahnsinn, 14 zu sein in dem Kaff, das muss der Horror sein, da ist ja echt nichts geheim. Oder so was.

Ich nehme an, ich höre nix mehr von der und auch von denen nichts, denen sie erzählt, sie hätte mich wiedergetroffen, was sehr schade ist, weil ich noch urlange hier bin und mir saufad ist. So, und jetzt zum Sex. Hinter der Bühne haben bereits um 19.30 Uhr zwei gevögelt. Ich habe den paar Kindern, die in der Nähe ratlos herumstanden, erklärt, die würden nur rangeln. Aber sie meinten: Nein, die vögeln.


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