Minigolf für die Kleinen, Filmdokus und Workshops für die Großen: der Architekturverein Wonderland im MQ

MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 33/13 vom 14.08.2013

Der Architektur über die Schulter schauen kann man derzeit im Architekturzentrum Wien (MQ), wo sich die Europäische Architekturplattform Wonderland eingerichtet hat. In der Ausstellungshalle haben die jungen Architekturteams Klapptische aufgestellt, um in Workshops Ideen für konkrete Fragestellungen des Bauens auszutesten.

Ein von den Organisatoren ausgesuchtes Thema ist etwa die Felberstraße am Rande des Westbahnhofs, ein ebenso zentraler wie vernachlässigter Standort, der in den nächsten Jahren entwickelt werden soll. Das Publikum hat die Möglichkeit, den Verlauf der Workshops zu verfolgen und an den Abschlusspräsentationen teilzunehmen. Am 22.8. werden die Resultate eines weiteren Workshops über die Nutzung einer alten Kaffeefabrik vorgestellt.

Wonderland ist eine von Wien ausgehende Architekturinitiative, die bereits in zahlreichen europäischen Städten Workshops und Ausstellungen gemacht hat. Bei ihrem sommerlichen Heimspiel machen die Organisatoren auch den Innenhof des Museumsquartiers zur Bühne. Ein temporäres Abkühlungsbecken und ein improvisierter Minigolfparcours sind vorgesehen. Letzterer wird in Zusammenarbeit mit Kindern -mit dem Thema "Traumstadt" - entstehen. Am 17. und 18. August sind Kindern zwischen sechs und zehn Jahren zu diesem Projekt eingeladen.

Am 16. August um 20.30 Uhr hält Indira van 't Klooster einen Vortrag über zeitgenössische Architektur in den Niederlanden. Im Anschluss daran wird die Filmdoku "The Pruitt Igoe Myth" gezeigt. Darin geht es um ein Projekt sozialen Wohnbaus in den USA, das in den 1960er-Jahren realisiert wurde. Das Vorzeigeprojekt verfiel rasch, Bandenkriege und Vandalismus machten es zum Symbol für das Scheitern öffentlicher Stadtplanung.

Bei den öffentlichen Vorführungen im Staatsratshof wird auch der Film "The Sea in Me" zu sehen sein, der anhand einer Küstenstadt am Schwarzen Meer den Einbruch der Moderne in eine traditionelle Gesellschaft schildert. Regisseur Yilmaz Vurucu wird im Anschluss an die Vorführung am 23. August um 20.30 Uhr Fragen des Publikums beantworten.

Az W, bis 25.8.


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