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Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 34/13 vom 21.08.2013

Das Motiv von Klaus Nüchterns letztwöchigem kleinem Pastiche nehmen wir hier leichtherzig auf: Wie verhält sich der Mitarbeiter, die Mitarbeiterin, besser gesagt jenes zweibeinige Wesen, dem wir zögerlich den Status des Mitarbeitens zuschreiben - um es politisch korrekt zu sagen, worauf Christopher Wurmdobler unter allen Umständen besteht -, wenn er/sie/es in den Urlaub geht?

Das mitarbeitende Wesen lässt offen, wer diese Kolumne hier schreibt. Traditionelle Antwort: der, der fragt. Kein Problem für mich, der ich gewöhnt bin, an allen Fronten einzuspringen, da ein gereimter Zweizeiler für die Kochkolumne, dort ein Kanzlerinterview (mit Barbara Tóth). Was für Klaus Nüchtern spricht: Der Mann ist so fleißig, dass solche Unterlassungen als lässlich gelten. Er hat die Aufmachergeschichten - wie diesmal mit dem Schriftsteller Peter Henisch - schon bis in den Oktober hinein verfasst; die Zeitung schreibt sich also nicht von selbst, wie er letzte Woche behauptete, sie wird geschrieben. Von ihm (siehe Kolumne Vor 20 Jahren).

Auch die bleiben, schreiben. Durchmustert man die im Büro Verbliebenen, muss man sagen, der Sommer ist nicht mehr, was er war. Heißer denn je, vielleicht. Aber von Sommerloch keine Spur. Selbst das Wort scheint verschwunden. Kein Mangel an Themen, hohe Flexibilität - Matthias Dusini schreibt die Stadtlebenaufmachergeschichte -, Arbeitseinsatz, als hätte es 23° Celsius. Und überbordend gute Laune bei erholt zurückkehrenden Mitarbeiterinnen. Die Zeitungskrise kann kommen.


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