Kommentar 

Wiens neue Bauordnung könnte das Stadtbild verändern - gut so!

Neue Bauordnung

Michael Anhammer | Falter & Meinung | aus FALTER 34/13 vom 21.08.2013

Die jetzt angekündigte Novelle zur Wiener Bauordnung ist als politisches Programm der rot-grünen Stadtregierung zu lesen. Gut so, denn die Regeln, nach denen in Wien gebaut wird, wurden in den letzten Jahren zunehmend zur Wunschsammlung aller möglichen Interessen. Technische Anforderungen stiegen, Bauen und Wohnen wurden teurer, der Baukultur wurde dabei weder eine Richtung gewiesen, noch wurden ihr Möglichkeiten geöffnet. Nun liegt ein Bekenntnis vor, worauf zukünftig Wert gelegt werden soll und wo es Spielräume geben wird. Sieht man einzelne Punkte der Novellierung als programmatische Ansage darüber, wohin sich die bauliche Identität Wiens entwickelt, darf man hoffen.

Dass Balkons nun auch über Gehsteige gebaut werden dürfen, wird das Stadtbild ändern. Jetzt stünde es der Stadt gut an nachzudenken, wie mit anderen, stadtgestalterisch relevanten Bausteinen künftig umgegangen werden darf. Dachgauben, Erker oder architektonische Zierglieder wurden in den letzten Jahren von guten

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