Wir müssen über Abtreibung reden, Teil 5

Politik | Kommentar: Barbara Tóth | aus FALTER 34/13 vom 21.08.2013

Abtreibungen sind ein Tabu, aber auch das Schicksal Kinderloser ist ein solches. Für beide Grauzonen brauchen wir neue Regeln

Wir müssen über Abtreibung reden - mit diesem Appell hat Falter-Chefredakteur Florian Klenk vor einem Monat die Debatte in dieser Zeitschrift eröffnet. Ja, müssen wir. Aber anders, als ihm es vorschwebte. Weil Klenk, der, wie er schreibt, "ein massives Problem mit Schwangerschaftsabbrüchen“ hat, nie die Fristenlösung infrage stellen würde.

Ich will sie sehr wohl infrage stellen. Das Verbot der Abtreibung - und mit ihm die Hilfskonstruktion der Straffreistellung bis zur 14. Woche, die seit 1975 in Österreich als prekärer Kompromiss gilt - gehört ersatzlos gestrichen. Abzutreiben soll kein Verbrechen sein, das vom Gesetzgeber bloß geduldet und deswegen straffrei gestellt wurde, sondern ein selbstverständliches Recht, das jeder Frau in den ersten Wochen ihrer Schwangerschaft zusteht.

So, wie es in Kanda seit 1988 der Fall ist. Und so, wie es de facto, nicht


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