Die Frau im Auftrag der Troika

Politik | Bericht: Eduard Müller | aus FALTER 34/13 vom 21.08.2013

Eva Loidl hat ein Jahr lang die Korruption in Griechenland bekämpft. Wie fühlte sich das an?

Wenn man guten Freunden einen ernstgemeinten Rat gibt, darf man nicht immer mit Dankbarkeit rechnen. Mit dieser Situation musste sich Eva Loidl in ihrem Berufsalltag in Athen zurechtfinden, denn sie leistete delikate Hilfe in höchster Mission.

Eigentlich arbeitet die 33-Jährige mit den dunklen halblangen Haaren im österreichischen Finanzministerium. Doch bis Juni dieses Jahres bekleidete Loidl - auf ein Jahr befristet - ein anderes, ungleich umstritteneres Amt: Die Finanzbeamtin arbeitete für die Task Force Greece. Das mag harmlos klingen, nach "CSI Miami“ vielleicht. Doch hinter der Task Force steht ein 2011 von der EU-Kommission gegründetes Expertenteam, das griechischen Behörden bei der Umsetzung von Reformen zur Seite stehen soll. Reformen, die mit den internationalen Gläubigern ausgehandelt wurden, darunter Europas umstrittene Troika. "Als ich von der Ausschreibung las“, sagt Loidl,


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