Nachgesehen  

Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Politik | Wolfgang Zwander | aus FALTER 34/13 vom 21.08.2013

Noch vor der Eröffnung: Radfahrer und Fußgänger stürmen die neue Mahü

Ein Zivilpolizist sitzt auf seinem Fahrrad vor der Mariahilfer Kirche und erstattet mit seinem Handy Rapport: "Es sind sehr viele Leute hier, mit so viel Andrang hätten wir nicht gerechnet.“ Und tatsächlich: Die neue Fußgänger- und Begegnungszone war am vergangenen Donnerstag noch gar nicht offiziell eröffnet, da radelten und spazierten bereits Tausende durch Wiens wichtigste Einkaufsstraße.

Was für ein Unterschied zu bisherigen Feiertagen, an denen in der Mahü (abgesehen von Autos) der verwaiste Beton regiert, weil dann dort die Geschäfte zugesperrt bleiben.

Die neuen Regeln, die das politisch umstrittene Projekt mit sich bringt, wurden allerdings noch nicht von allen eingehalten: Dutzende Autos und sogar vollbesetzte Reisebusse ignorierten die neuen Fahrverbote und fuhren unverdrossen gegen die Einbahn und in die Fußgängerzone. Dass dabei keine Unfälle passierten, verhinderte ein Polizeiaufgebot, das jedem Polizeistaat zur Ehre gereicht hätte.


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