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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 34/13 vom 21.08.2013

Die Presse am Sonntag hat einen Schläfer in ihren Reihen. Am Sonntag erkundete ein Presse-Redakteur per "Selbstversuch“, was der Staat an Daten speichert - und war schwer frustriert, wie wurscht er als Möchtegern-Staatsfeind den Geheimdiensten ist: "Zugegeben: Als Journalist war ich ein wenig enttäuscht darüber, dass weder das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismus noch Heeresnachrichtenamt und Abwehramt bekannt gaben, dass ich unter Beobachtung stehe“, klagt der Schreiber. "Der Redakteur als Staatsfeind? Diese Story ist offenbar zu heiß, um wahr zu sein.“

Dabei verkehre er "in zwielichtigen Kreisen“ und habe eine Waffenausbildung vom Heer. "Mir braucht niemand zu erzählen, dass ich mit dieser Vorgeschichte bei einer längeren Reise nach Pakistan, Syrien oder eine der Krisenregionen Afrikas nicht als roter Punkt am Radar der Dienste auftauche“, bettelt er um Aufmerksamkeit. Aber Österreich ist eben zu klein für Mini-Snowdens.


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