"Bis später, lieber Rolf!“

Feuilleton | Reportage: Julia Seidl | aus FALTER 34/13 vom 21.08.2013

Freunde und Fans ließen den im Juli verstorbenen Subkulturforscher und Autor Rolf Schwendter hochleben

Ein korpulenter Mann in hellblauem Hawaiihemd klettert ächzend über den Holzzaun, der den Gastgarten des Weinhauses Sittl umschließt. Der Gastgarten ist zu klein für die rund 150 Leute, die heute einen Sitz ergattern wollen.

An einem abgewetzten Holztisch in der hinteren Ecke des Gartens haben derweil drei Damen Platz genommen, Eva Fillipp, Helga Golinger und Susanna Schwarz-Aschner. Sie haben sich versammelt, um den verstorbenen Literaten Rolf Schwendter zu ehren, der auch ihr Freund war. Es ist der 13. August, Schwendters Geburtstag.

Der Schauspieler und Regisseur Erwin Leder steht neben dem Holztisch, eine goldene Glocke in der Hand, und läutet den Beginn des Abends ein. "Ein Verstärkermikrofon haben wir leider nicht“, ruft er in die Menge. "Also laut reden!“

Es ist 19.05 Uhr. Die Leseaufführung beginnt mit einer Einleitung über das Leben von Schwendter: 1939 in Wien geboren,


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