Zwischen Nussdorf und Favoriten

Feuilleton | Reportage: Klaus Nüchtern | aus FALTER 34/13 vom 21.08.2013

Der Schriftsteller Peter Henisch legt einen neuen Roman vor und feiert dieser Tage seinen 70. Geburtstag. Der Falter begleitet ihn durch das Wien seiner Kindheit und Jugend

Die Gegend hier heißt ja Weinhaus - das war mir von Anfang an sympathisch“, erinnert sich Peter Henisch an seine Übersiedlung ins noble Währing, das hier in der Lacknergasse freilich ganz unprätentiös vorstädtisch wirkt. "Früher war das völlig fremdes Gebiet“, erklärt der Schriftsteller, der in den eher unglamourösen Bezirken 3, 5 und 10 aufgewachsen ist und diese Zeit auf seiner als "autorisierter Webauftritt“ ausgewiesenen Homepage trocken mit "Nachkriegskindheit, Wiederaufbaupubertät“ umreißt.

Fragt man ihn, wie lange er bereits hier wohnt, muss er kurz nachdenken: "Ich rechne ja in Büchern.“ Den Roman "Eine sehr kleine Frau“ hat er hier geschrieben, also muss er wohl vor sechs Jahren eingezogen sein. Man möge bitte nicht laut sprechen, leitet Henisch einen Wunsch seiner Nachbarin, einer Psychotherapeutin,


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