Eine Mauer für ein gekränktes Ego

Feuilleton | Reportage: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 34/13 vom 21.08.2013

Ex-Pink-Floyd-Kopf Roger Waters setzt sein Konzeptalbum "The Wall“ als gigantomanische Liveshow um

Das kommt überraschend, aber man muss sich den alten Miesepeter Roger Waters heute als glücklichen Menschen vorstellen. Nach zwei Stunden harter Arbeit und Effekt-Overload - so ließ er einen Miniatur-Stukabomber durch die Frankfurter Commerzbank-Arena fliegen und am Bühnenrand explodieren, feuerte mit einem Maschinengewehr ins Publikum, und natürlich hatten auch die überdimensionale Pink-Floyd-Sau und die "Another Brick in the Wall“-Lehrerpuppe ihre spektakulären Auftritte - steht er beim Schlussapplaus direkt gerührt auf der Bühne und hat Tränen in den Augen.

Waters führt sein Konzeptalbum "The Wall“ mit großem technischen Aufwand live auf. Ohne die lästigen anderen Mitglieder seiner ehemaligen Band Pink Floyd, die er 1984 im Streit verließ und die damit ihres Hauptideengebers (manche sagen auch: ihres Diktators) verlustig ging. Doch im Prinzip war schon das Doppelalbum


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