Urbanes Betragen

Benimmfibel für Großstadtmenschen (128)

Stadtleben | aus FALTER 34/13 vom 21.08.2013

Herr L. fragt, ob er das Päckchen, das irrtümlich in seinem Postkasterl gelandet und an eine ihm unbekannte Person adressiert ist, öffnen darf.

Was für eine eigenartige Frage, lernt man doch schon in Kindheitstagen, dass einen Dinge, die offensichtlich anderen Leuten gehören, weil an sie adressiert, nichts angehen. Natürlich könnte man sagen: Pech gehabt. Aber so leicht kommt man in einem solchen Fall nicht aus dem Schneider. Folgendes ist zu tun: Kennt man den Empfänger, weil Nachbar, erübrigt sich wohl jedwede Erklärung, man übergibt das Poststück einfach. Ist der Adressat unbekannt, so schreibe man selbiges auf den Umschlag, die Verpackung, streiche die Adresse durch und stecke das Poststück zurück in das Postfach. Der Briefträger wird es dann mitnehmen und an den Versender retournieren. So einfach ist das, und werter Herr L., Sie haben wieder eine gute Tat vollbracht.

Noch Fragen? stadtleben@falter.at


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige