Acht Plätze für ein Halleluja

Stadtleben | Lokalkritik: Florian Holzer | aus FALTER 34/13 vom 21.08.2013

Eines der kleinsten Lokale der Stadt hat wieder offen. Mit viel neuem Schwung

Als das Kulinarik-Department der St. Charles Apotheke im Dezember 2006 aufmachte, war das das radikalste Essen des Landes: Philipp Furtenbach und Philipp Ricabona praktizierten in dem winzigen Lokal erstmals ihre Küchen-Performance, kochten eine mehrere Monate alte Gemüsesuppe, in die täglich neu hineingearbeitet wurde, und Gerichte ausschließlich aus Zutaten, die selbst gesammelt, gepflückt, erlegt worden waren. Es gab Crème brûlée aus gerösteten Hagebuttenkernen mit Hagebuttensauce, ofengebackenen Kürbis und Honigwabe mit Bucheckerln.

Für einen Alltagsbetrieb war das kaum machbar, die beiden wechselten in Richtung Kunstevent, danach kochte die Slow-Food-Absolventin Vanessa Gürtler, dann probierte es ein Team von Adamah, dann war lange zu und Wiens Freunde experimenteller Kost auf engstem Raum gaben das Projekt schon auf.

Zu früh! Denn jetzt kam Nora Kreimeyer. Die junge Frau aus Dortmund hat bei diversen


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