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Wenn das Blut auf weiße Rüschen spritzt

Lexikon | aus FALTER 34/13 vom 21.08.2013

Nach längerer Abwesenheit ist nun in Wien wieder eine Ausstellung von Gottfried Helnwein zu sehen. Die große Retrospektive in der Albertina spannt einen Bogen von den Anfängen des Künstlers Ende der 1960er-Jahre bis zu seinen jüngsten Großformaten. Die Darstellung des gequälten Kindes zieht sich dabei durch: Helnweins Aquarelle und frühe inszenierte Fotografien zeigen einbandagierte Kinder, oftmals mit verbundenen Augen. Helnwein schuf Zeitungsillustrationen, die unter die Haut gingen und die Verdrängung der NS-Zeit in Österreich angriffen. Seine aktuellen Großformate bevölkern blutende Mädchen in Uniform, mit surrealem Touch und teils von Mangafiguren begleitet. Für andere Gemäldezyklen nahm Helnwein Fotos aus der NS-Zeit als Vorlage, die er malerisch umarbeitet. NS

Albertina, bis 13.10.


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